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WOM - Aktuelle Ausgabe
 |  | | | | Ausgabe • 14. Juli 2010 • WOM-Service 0800 7807801 • Kontakt | | |  | | | | WOM-Girl der Woche | | |  | | Jessica- Jasmin, 19 Jahre Wohnort: Hornberg Beruf: Schülerin Augenfarbe: Blau Größe: 174 cm Hobbys: Reiten, leistungsturnen, Snowboarden, Gitarre spielen, Reisen (die Welt sehen) Lieblingsessen: Königsberger Klopse Musik: ich höre alles | | |  | | | |  | | | | | Lebenslange Freiheitsstrafe Gericht sieht planvolles Handeln von Rüfet Carboga als erwiesen an  Cristina Holic wurde von ihrem ehemaligen Lebensgefährten erwürgt und in einem Rapsfeld versteckt. | | Tübingen/Althengstett. Zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes hat die Schwurgerichtskammer Tübingen den Angeklagten Rüfet Carboga verurteilt. Vor einem Jahr hatte er seine ehemalige Lebensgefährtin, die 23- jährige Cristina Holic, erwürgt und ihre Leiche in einem Rapsfeld bei Althengstett versteckt. Obwohl der Täter am dritten Verhandlungstag die Schuld am Tod der jungen Frau gestanden hatte, blieb das Tatmotiv, ob Mord oder Totschlag, zweifelhaft. »Es war eine Beziehung, die auf besonderer gegenseitiger Abhängigkeit beruhte«, beschrieb der vorsitzende Richter das Verhältnis zwischen Opfer und Täter bei der Urteilsverkündung. Sehr jung sei die Rumänin nach Deutschland gekommen. Von Carboga und seiner damaligen Frau als Babysitterin eingestellt, habe sie im Haus des Angeklagten in Schramberg ein neues Heim und Sicherheit gefunden. Als die Ehe Carbogas scheiterte, ging die 22 Jahre jüngere Frau eine Beziehung mit ihm ein. Daraus sei auch für den 46-Jährigen eine Abhängigkeit entstanden, der trotz mehrfacher Versuche als Selbstständiger beruflich nicht recht Fuß fassen konnte. Die Beziehung zu der attraktiven jungen Frau habe seiner narzisstisch geprägten Persönlichkeit geschmeichelt – eine Anerkennung, die er gebraucht habe. Deshalb habe der Täter versucht, Holic an sich zu binden. Mit allen Mitteln, wie sich zeigen sollte. Dazu zählte, dass er seine Lebensgefährtin überwachte, kontrollierte und all ihre Versuche, finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, unterband. Mit einer Arbeitsstelle in Althengstett erhielt Holic die Chance auf ein eigenständiges Leben und verließ den Angeklagten. Dieser ließ nicht locker und setzte sie telefonisch so unter Druck, dass sie ihm ihren Aufenthaltsort verriet. Mit den Plänen, sich mit einem Café selbstständig zu machen, sei Carboga an ihrem neuen Arbeitsplatz aufgetaucht. Ein letzter Versuch, sie zurückzuholen. Doch Holic habe sich reserviert verhalten und versucht, dem Druck stand zu halten – der Rest ist bekannt. Zwar gebe es keine Beweise für das, was sich in den letzten 40 Minuten vor Holics Tod abgespielt habe, doch die Aufgabe des Gerichts sei zu prüfen, was praktisch in Betracht komme, so der Richter. Als falsch erwies sich, wie Zeugenaussagen und Verbindungsdaten zeigten, die Behauptung des Angeklagten, Cristina habe ihm eine Affäre gestanden. Auch sein Alkoholkonsum in der vorangegangenen Nacht spiele keine Rolle, wie der Sachverständige ausgerechnet hatte. Weiter lasse der kurze Zeitraum von 20 Minuten – vom Einsteigen des Opfers ins Auto bis zur Flucht des Täters – die Version des eskalierenden Streits nicht zu, wie von Carboga dargestellt. Zuletzt habe der Mörder die Leiche geplant im Rapsfeld abgelegt, so dass sie vom Feldweg aus nicht zu sehen gewesen sei, wie der vorsitzende Richter beschrieb. Sogar die Schuhe Holics habe er ordentlich in paralleler Anordnung neben sie gestellt. All dies lasse auf umsichtiges, planvolles Handeln und damit auf Mord schließen, gab sich die Kammer überzeugt. Die Freiheitsstrafe von mindestens 15 Jahren nahm Carboga mit undurchdringlicher Miene zur Kenntnis. | | | |  |
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AUS DEM BEREICH WOM
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