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Mit dem Geld kommt die Sonne zum Umzug nach Villingen

Villingen-Schwenningen - Die Fasnet bringt's an den Tag: Mit vollen Händen wird für Schwenningen das Geld hinausgeworfen. Ein Schwenninger brachte gestern beim großen Umzug der Zuggesellschaft einen Teil wieder zurück. Alexander Baum, Geschäftsmann und Mitglied der Katzenmusik, verteilte großzügig Euro-Münzen vom Wagen zu diesem Thema.

Ein Videobericht von Michael Johnstone, Florian Budnik und Alexander Gossweiler zeigt unvergessliche Eindrücke:


Nur schade, dass die Euro-Münzen aus Schokolade waren. Besonders dicht prasselte der Segen vor der Ehrentribüne in der Niederen Straße herunter. Sogar das Wetter ist offenbar käuflich: Kaum hagelt's Schokomünzen, schon vertreibt die Sonne den Graupelschauer, der pünktlich mit Umzugsbeginn vom Himmel fiel.

Hier hatten sich einige Mitglieder aus dem Stadtrat, Bürgermeister Rolf Fußhoeller und OB Rupert Kubon eingefunden, außerdem Landrat Karl Heim, Polizeichef Roland Wössner, der Kommandeur der französischen Garnison, Kulturamtsleiter Andreas Dobmeier und Kreisrätin Beate Schmidt-Kempe sowie Landtagsabgeordneter Karl Rombach.

Der Bundestagsabgeordnete Siegfried Kauder wurde zwar begrüßt, war aber gar nicht erschienen. Kubon ist noch ganz hinund hergerissen von seinen Erfahrungen im Narrohäs. »Unerkannt durch die Stadt gehen zu können, niemanden ansprechen zu müssen, das geht nur unter der Scheme«, schwärmt der Oberbürgermeister.

Am Montag war er vom frühen Morgen bis zum Nachmittag im Häs, lief mit beim Narroumzug und freute sich diebisch, dass ihn niemand als Stadtoberhaupt erkannte. Am Morgen hatte der OB beim Frühschoppen der Zunftgesellschaft noch eifrig das Gerücht unterstützt, er sei beim Skifahren gewesen – »auf dem Feldberg und auf der Möglingshöhe«.

Der Auftritt Kubons als Narro war seinen »Kollegen« im Häs so manchen Strählvers wert. Sie standen förmlich an, um ihre Sprüchle loszuwerden. Auch Renate Breuning, CDU-Stadträtin und per Rückenschild als »letzte städtische Mitarbeiterin« ausgewiesen, ihre Fraktionskollegin Katharina Hirt und SPD-Ratsfrau Renate Gravenstein waren nicht nur begehrte Strählobjekte, sondern auch begeisterte Malzersammler.

Den geschätzten 35 000 Zuschauern am Straßenrand boten rund 130 Gruppen in dreieinhalb Stunden eine farbenprächtige Übersicht der hiesigen Fasnet. Kräftig ins Zeug gelegt hatten sich die beiden Jubiläumsvereine, die Glonkis – 75 Jahre – und die Rietvögel, die 50 Jahre alt geworden sind.

Von Andreas Wende 


 
 
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