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DS-Wolterdingen: Narren tummeln sich bei Sonnenschein
Donaueschingen-Wolterdingen - Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um
die 16 Grad setzte sich der große Umzug des 4. Schwarzwälder Narrentreffs im
Donaueschinger Teilort Wolterdingen gestern in Gang.
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Mehrere tausend Zuschauer säumten die Straßen dicht an dicht, blinzelten
entspannt in die Sonne und riefen den Narren zu. 4000 Narren waren mit 53
verschiedenen Gruppen und zusätzlich etwa 40 Musikkapellen gekommen. Gut
gelaunt eröffneten die Bregtal- Glonki aus Wolterdingen den Zug. Ein halbes
Jahr waren etwa 200 bis 300 Leute im Einsatz, um diese große Veranstaltung
vorzubereiten, berichtete der Vorstand der Bregtal-Glonki Bernhard Mößner.
Alle 16 Wolterdinger Vereine haben mit angepackt.
Sogar Zünfte aus dem Ausland waren beim Umzug dabei. Aus der Donaueschinger
Partnerstadt Saverne im Elsass war die Societé Canavalesque Einhorn angereist.
Aus Grüningen in der Schweiz war das Organisationsteam der dortigen Narren zu
Gast. Die vielen Musikkapellen sorgten für gute Stimmung und die verschiedenen
Hästräger beeindruckten die Zuschauer durch ihre Vielfalt. Die
Schellenberg-Hexen Donaueschingen fegten bald mit ihren Besen durch die
Hauptstraße in Wolterdingen.
Tänze vollführend immer auf der Suche nach neuen Opfern, denen man die Haare
zerzausen konnte. Der erste Schreck der kleineren närrischen Zuschauer durch
die schaurigen Teufel-Masken konnte erst mit vielen Bonbons wieder gutgemacht
werden. Diese prasselten von allen Seiten auf die vielen kleinen Gäste ein,
die schnell auf die Straße zwischen die Narren sprangen, um alles
einzusammeln. Mit lautem Peitschen-Knallen hielten die Dittishauser ihre
Geißen im Zaum. Während die Hexen gerne die Frauen durch die Lauft wirbelten.
Die Polizei Donaueschingen war mit drei Einsatzkräften vor Ort. Alles verlief
ruhig. Markus Horn, Kreisbereitschaftsleiter des Deutschen Roten Kreuzes
erzählte, dass in der Nacht auf Sonntag einige Schnittwunden verarztet werden
mussten.
Am Morgen um 5 Uhr habe noch jemand mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins
Krankenhaus gebracht werden müssen. Größere Vorfälle gab es aber keine.
Moderiert wurde die Veranstaltung von dem zweiten Vorsitzenden der
Schwarzwälder Narrenvereinigung Dieter Löhri und Christian Filip von Radio
Seefunk, das den Umzug live übertrug. Löhri schätzte, dass etwa 10 000 Gäste
beim Umzug zuschauten. Den Wettbewerb als lauteste Musikgruppe gewann die
Trommlergruppe der Bregtal- Glonki mit 114,3 Dezibel, berichtete Filip.
Gebhard Merz, Präsident der Schwarzwälder Narrenvereinigung, war mit der
Veranstaltung rundum zufrieden.
»Es hat alles gestimmt «, sagte er. Auch habe es in den Nächten keine größeren
Randale oder Ähnliches gegeben. »Jede Zunft ist mit Mann und Maus dabei«,
erzählte er stolz. »Wie könnte man unzufrieden sein, wenn die Sonne scheint?«,
meinte er weiter.
Die Narrenzunft aus Aasen hatte allerdings abgesagt, berichtete er, da die
Leiterin der Jugendabteilung Denise Zahn vergangenen Woche verstorben ist.
Von Simone Lang
Zum Thema:
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Bilder von dieser Veranstaltung finden Sie im MEDIA-POOL
Artikel: Randale
am Rande des Narrentreffens
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