Sep 07

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 Ekelig aber doch irgendwie faszinierend fanden die Kinder den Besuch in der Kläranlage. Foto: Kühling

Neuweiler-Breitenberg -  Tief im Wald bei Breitenberg, in einem engen, einsamen Schwarzwaldtal, steigt der Geruch nach Fäkalien in den Himmel. 20 Kinder sind gekommen, um sich genauer mit der Ursache des Gestanks zu beschäftigen: Der Kläranlage Teinachtal.

“Hier kommt das Wasser an”, sagt Georg Mast und zeigt in ein kleineres Betonbecken hinter dem Kläranlagengebäude. Der Neuweiler Klärwärter und sein Kollege Ralf Ganzhorn-Scheytt führen jeweils zehn Teilnehmer des Sommerferienprogramms durch die Anlage.

“Bäh!”, schreien die Kinder, “hier stinkt’s!” Und doch schauen sie gebannt in die Grube – Faszination Ekel. Während Mast von organischen und nicht organischen Bestandteilen der Brühe erzählt, entdecken die Kinder Bananenstücke, Klopapier und sogar einen Frosch. Um dem Fachmann zuzuhören, ist der Betrieb in der Anlage fast zu spannend.

Mast führt seine Gäste nun in das Gebäude, wo es noch mehr stinkt. “Hier filtern Austragschnecken Sand und groben Schmutz aus dem Wasser”, erklärt Mast und hält sich als einziger im Raum nicht die Nase zu. Er zeigt den Kindern ein Gitter, an dem jede Menge ekelige Bestandteile des Wassers hängen geblieben sind. “Hier könnt ihr mal sehen, was da so alles mitkommt”, fordert Mast zur genaueren Betrachtung auf.

Weiter geht es zum so genannten Pilz: In einem Betonbecken mit etwa zwei Metern Durchmesser sitzt eine Art riesiger Sprudel-Brunnen, über dessen Rand eine wenig appetitliche, braune Masse fließt. “Boah, cool!”, finden die Kinder, und auch für die wenigen Eltern, die dabei geblieben sind, ist das ein interessanter Anblick.

Der Pilz dient dazu, das ankommende Wasser aufzuteilen, denn die Kläranlage in Breitenberg fährt zweigleisig: Das heißt, dass sie zwei große Becken hat, in deren äußerem Ring Bakterien arbeiten und den Schlamm zersetzen. Zugeführter Sauerstoff lässt das braune Wasser blubbern.

Das innere Becken ist sechs Meter tief und läuft unten trichterförmig spitz zu, damit sich dort der Schlamm absetzen kann. Und am Rand kann man schon das klare Wasser plätschern sehen.

Zuletzt besteigen die Kinder mit Mast das fünf Meter hohe Silo, in das der geklärte Schlamm gepumpt wird. Wenn er voll ist werden von hier regelmäßig 200 Kubikmeter Schlamm zur Entsorgung abtransportiert. Der Tag in der Kläranlage endet mit einem kurzen Blick ins Labor und durchs Mikroskop. Dann können die Kinder ihr eben erworbenes Wissen bei einem Klär-Quiz testen und mit Dartpfeilen auf Luftballons werfen, die an der Holzwand des Gebäudes aufgehängt sind.

Von Nicolai Kühling

Sep 06

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Die Wippe war eine echte Heraus­forderung für die jungen Modellautopiloten. Foto: Selter-Gehring

Althengstett (sel) - Die Faszination ferngesteuerter Modellautos lockte bei besten Rennbedingungen 22 Jungen zum Sommerferienprogramm des Mini-Car-Clubs Althengstett auf den Pausenhof der Grundschule.

Die Helfer des Vereins hatten verschiedene Stationen aufgebaut, an denen die Teilnehmer im Alter zwischen acht und 14 Jahren zunächst ihr Fahrkönnen trainieren und das Gelernte dann in einem Geschicklichkeitsparcours sowie später beim Zeitfahren unter Beweis stellen konnten.

Reiner Mürder, der zweite Vorsitzende des Vereins, und sein Team hatten die fünf Autos im Maßstab 1:10, die zur Verfügung standen, mit zwar Geschwindigkeit reduzierten aber leistungsfähigen Motoren ausgestattet. “Diese Fahrzeuge werden auch im Wettbewerb in den Einstiegsklassen eingesetzt”, so Mürder. Entsprechend groß war die Herausforderung für die Jungen, aber auch der Fahrspaß. Unter Anleitung von Jugendleiter Marcel Brumm und weiteren Helfern lernten die Teilnehmer den Umgang mit der Fernsteuerung. Da hieß es nicht nur Gas geben, sondern auch gefühlvoll lenken und zum richtigen Zeitpunkt die Geschwindigkeit reduzieren, damit das Modellauto nicht aus der Kurve fliegt. So kam es beim Geschicklichkeitsparcours mit Flaschenslalom und Wippe auch nicht auf Schnelligkeit, sondern Taktik und Reaktionsvermögen an.

Am Ende des Nachmittags gab es für alle Teilnehmer nicht nur eine Rote Wurst und ein Getränk, sondern auch den RC-Car-Führerschein in Form einer Urkunde. Eine ganz besondere Überraschung wartete auf den begabtesten Nachwuchsrennfahrer des Mittags. Er durfte am Sonntag bei einem richtigen Modell-Auto-Wettkampf auf der Rennanlage des Mini-Car-Clubs Althengstett auf dem Heimberg an den Start gehen.

Sep 06

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Konzentriert verfolgten die Kinder die Erklärungen von Sabine Gammel.

Neubulach-Liebelsberg - “Malen wie die Ägypter” heißt Hieroglyphen schreiben, Sarkophag-Ornamente pinseln und die schöne Kleopatra porträtieren, oder? Nicht beim Sommerferienprogramm im Liebelsberg Backhaus.

In den Räumen des Jugendhauses “Bali” malten die Teilnehmer stattdessen mit der im Schwabenland gar nicht so unbekannten Technik “Enkaustik”.

“Die alten Ägypter haben Metallstangen über Glut erhitzt und dann gefärbtes Bienenwachs darauf geschmolzen”, erklärte Tina Hauke, die den Anstoß zu dem außergewöhnlichen Malkurs gegeben hatte. “Dann haben sie mit dem flüssigen Wachs auf Holzplatten gemalt”, beschrieb sie die weitgehend unbekannte Herkunft der auf Kleinkunstausstellungen beliebten Kreativtechnik weiter.

Sabine Gammel ist erfahrene Enkaustik-Malerin und brachte elf Kindern die moderne Version dieser Technik bei. Zunächst fuhr sie mit Wachsmalstiften über ein spezielles kleineres und unbeschichtetes Bügeleisen, so dass die Farbe einen dünnen, flüssigen Film darauf bildete. Den verrieb sie anschließend auf ein postkartengroßes Stück Spezialpapier.

Die Kinder waren vor allem von den so entstehenden Farbverläufen begeistert. “Man muss einfach die Spitze des Bügeleisens fahren lassen”, instruierte Gammel, und die kleinen Künstler verfolgten interessiert, wie vor ihren Augen eine Gebirgslandschaft entstand.

Gefährlich ist die Arbeit mit dem heißen Bügeleisen auch für Kinder nicht. “Wenn man nur kurz drauf bleibt, passiert nichts”, beruhigte Gammel die Anfänger und fuhr zum Beweis mit ihrem Finger über das Eisen.

Dann endlich durften die Schulkinder selbst ran. Schon kurz darauf waren die ersten ansehnlichen Fantasiegebilde und Landschaften entstanden, zum Beispiel das Werk “Niagarafälle mit Boot”.

Zum Schluss wurde das Wachs eines jeden Bildes unter dem Gelächter der Kinder mit einer alten Nylonstrumpfhose “poliert”. Wie die alten Ägypter diesen letzten Arbeitsschritt wohl gelöst haben?

Von Nicolai Kühling

Sep 06

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Mit Hilfe des Mikroskops machten die Kinder erstaunliche Entdeckungen.

Althengstett-Neuhengstett - Beim Sommerferienprogramm des Vereins Tierschutz Calw drehte sich alles um Natur und Tiere. Mit dem Ziel, Naturforscher zu werden, machten sich die Gruppen auf den Weg zu verschiedenen Stationen. Die Kinder sollten mit Spaß ihre Umwelt erfahren, erforschen und sie verstehen lernen.

Einige der Jungen und Mädchen kennen sich auf dem Gelände des Tierschutzes schon gut aus, da sie bereits in den vergangenen Jahren beim Sommerferienprogramm teilgenommen hatten.

Bei der Station am Teich dürfen die jungen Besucher erst einmal die Fische füttern. Karpfen, Goldfische und Rotfeder schnappten und schmatzten begeistert. So ganz nebenbei lernten die Nachwuchsforscher die Pflanzen und Tiere rund um den Teich kennen. Dann untersuchten die Kinder das Teichwasser. Was sich da alles unterm Mikroskop zeigte! Anhand verschiedener Experimente zur Oberflächenspannung des Wassers erkannten die Kinder, warum verschiedene Insekten, wie der gerade beobachtete Wasserläufer, auf dem Wasser gehen können. Warum sauberes Wasser für alle wichtig ist, wussten die Kinder natürlich schon. Beim anschließenden Versuch wurde ein Filter selbst gebaut und das Wasser dann untersucht.

Im Wald ging es leise zu. Bei einem Spiel suchten die Teilnehmer nach Spuren der Waldbewohner. Welches Tier knackt die Haselnüsse auf, welches bohrt ein kleines Loch hinein? “Also, das kreisrunde Loch in der Nussschale könnte von einer Haselmaus stammen”, waren sich Kinder und Betreuer einig.

Einige Fundstücke wurden sofort zum Mikroskop geschleppt und genauer untersucht.

Gemeinsam legte die Gruppe noch ein Naturmandala, und weiter ging es zur Wiesenstation. Beim Kartenspiel drehte sich alles um Tiere, die auf Wiesen leben oder sich hier ernähren.

An der letzten Station bauten sich die Kinder einen “Wetterzapfen”. Dieser kann das Wetter anzeigen. Nach einer kleinen Stärkung bekamen sie ihr Forscherzertifikat von Silke Salkic überreicht.

Die Forschungsergebnisse, die die Jungen und Mädchen dokumentiert haben, werden am Sonntag, 12. September, beim Tag der offenen Tür beim Tierschutzverein ausgestellt.

Sep 06

 Wildberg-Gültlingen - Auf Schusters Rappen hinauf auf den Kapf: Zusammen mit dem Schwarzwaldverein wanderten 30 Kinder um Gültlingen herum und genossen anschließend Lagerfeueratmosphäre.Wandern gehört eigentlich nicht zu den Dingen, die bei den meisten Kindern und Jugendlichen schwer im Trend liegen. Und trotzdem kann sich der Gültlinger Schwarzwaldverein seit Jahren über hohe Anmeldezahlen freuen, wenn er im Rahmen des Wildberger Ferienprogramms kleine Wanderungen organisiert.

Dieses Mal führte die Tour erneut vorbei an Gültlingens 1000 Jahre alter Linde hinauf auf den Kapf und wieder zurück. Das sind jeweils 45 Minuten Fußmarsch.

Dass das Interesse seitens der Kinder so hoch ist, liegt für den Vorsitzenden der Gültlinger Schwarzwaldvereins-Ortsgruppe, Albrecht Bacher, vor allem am Rahmenprogramm. Oben auf dem Kapf standen für die 30 jungen Teilnehmer Spiele auf dem Programm. Zum Abschluss wurde ein Lagerfeuer entzündet, an dem die Teilnehmer Würstchen grillen durften. Das verspreche immer eine einmalige Atmosphäre.

Bewährt habe sich für den Schwarzwaldverein, für die Kinder in den Sommerferien nur Wanderungen in der näheren Umgebung anzubieten – und dann nicht nur aus organisatorischen Gründen: “Das ist sonst etwas problematisch, wenn man die Kinder nicht kennt”, meint Bacher. Allerdings glaubt er nicht, über das Sommerferienprogramm Nachwuchs für den Schwarzwaldverein finden und für das Wandern begeistern zu können. “Durch solche Aktionen sieht man da keine Erfolge”, meint der Vorsitzende. Das funktioniere nur, wenn die Eltern – im wahrsten Sinne des Wortes – vorangehen.

Von Tim Geideck

Sep 03

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Beileibe nicht nur Jungen interessieren sich für die historischen Fahrzeuge der Traktorfreunde. Foto: TFW

Oberreichenbach-Würzbach - Es ist halt schon etwas Anderes, ob man im klimatisierten Familienauto fast lautlos dahingleitet, oder auf einem Oldtimer-Traktor Wind und Wetter ausgeliefert über die Felder tuckert. Wie sich das anfühlt, erlebten 21 Kinder aus Oberreichenbach jetzt bei den Traktorfreunden Würzbach (TFW).

Bereits am Treffpunkt beim Würzbacher Rathaus fachsimpelten die ersten Buben über Kubikzentimeterzahlen und Motorisierung der Bulldogs. Ihr spürbar vorhandenes Wissen könnten sie später in zwei Gruppen aufgeteilt bei einem Traktor-Quiz unter Beweis stellen.

Bei kniffligen Fragen wie der nach der PS-Zahl der Schlepper, welches der Fahrzeuge das Älteste ist, oder allgemein zur Landwirtschaft rauchten die Köpfe. Zu gewinnen gab es für den “Traktorkundigsten” das Vorrecht, sich aus dem Süßigkeitenangebot als Erste etwas auswählen zu dürfen.

Vor Rätselfragen und Belohnung stand aber die heiß ersehnte Traktorfahrt. Kaum dass TFW-Vorsitzender Jens Bauer den auffordernden Satz ausgesprochen hatte, stürmten die Kinder auch schon seinen himmelblauen MAN-Schlepper aus dem Jahr 1961. Mit gemütlichen 16 Stundenkilometern ging es danach zur Würzbacher Grillhütte.

Beileibe nicht nur Jungs begeisterten sich für die historischen Fahrzeuge, die ihnen Bauer und sein Mit-Vorsitzender Michael Pfrommer vorstellten: Gut die Hälfte der jungen Teilnehmer an der Veranstaltung “Spaß und Spiel mit den Traktorfreunden” waren Mädchen. Da scheint die Emanzipation im Führersitz nicht mehr lange auf sich warten zu lassen.

Von Wolf-Ulrich Schnurr

Sep 02

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Der Film Avatar ist jetzt auch im Jugendhaus zu sehen. Foto: Agentur

Calw - In den letzten Tagen der Sommerferien steht auch der Endspurt des diesjährigen Calwer Sommerferienprogramms an. In der Zeit bis zum 12. September finden noch zahlreiche Veranstaltung mit freien Plätzen statt. Spätinteressierte und Kurzentschlossene sollten sich bei Interesse umgehend beim Stadtjugendreferat informieren und gegebenenfalls nachmelden.

Hier die einzelnen Veranstaltungen in chronologischer Reihenfolge:

Spielenachmittag der Stadtbibliothek, Alter: acht bis 16 Jahre, Treffpunkt: Stadtbibliothek Calw, Termin: Montag, 6. September, 14.30 bis 17 Uhr;

Hip Hop Basix-Streetdance, Alter: zwölf bis 14 Jahre, Treffpunkt: Jugendhaus Calw (Bahnhofstraße 54), Termin: Dienstag, 7. September, 13 bis 16 Uhr;

Freude und Spaß am Inline-Skaten, Alter: sieben bis 14 Jahre, Treffpunkt: Festplatz Wimberg, Termin: Dienstag, 7. September, 14 bis 16.30 Uhr;

Mit dem Jäger durch Wald und Flur, Alter: sechs bis 13 Jahre, Treffpunkt: Rathaus Holzbronn, Termin: Mittwoch, 8. September, 13.30 bis 17 Uhr;

Ein abenteuerliches Geländespiel – “Nutz die fetten Jahre”, Alter: sieben bis elf Jahre, Treffpunkt: Parkplatz beim Netto in Stammheim, Termin: Donnerstag, 9. September, 14 bis 18 Uhr.

Großer Kino-Tag im Jugendhaus am Sonntag, 11. September. Das Stadtjugendreferat zeigt drei hochkarätige Filme der Extra-Klasse. Bei freiem Eintritt wird für jeden Geschmack der richtige Film auf die Leinwand gezaubert. Große Tüten mit Popcorn runden das Kino-Vergnügen im Jugendhaus ab. Das Programm: 15 Uhr: Coraline (ab 6 Jahren), 17 Uhr: Spy Daddy (ab sechs Jahren), 19 Uhr: Avatar (ab zwölf Jahren).

Bei Rückfragen steht das Stadtjugendreferat unter 07051/93 40 81 und 0171/76 543 99 zur Verfügung.

Aug 27

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Waren mit vollem Körpereinsatz beim Kegeln dabei (von links): der zehnjährige Max Rothacker, die zwölfjährige Kim Weber und er achtjährige Florian Rothacker aus Liebelsberg. Foto: Bauer

Neubulach-Liebelsberg - Wie jedes Jahr konnten Neubulacher Kinder beim Sommerferienprogramm die Kegel umwerfen und den Umgang mit der Kugel lernen. Mehr als 35 Jungen und Mädchen ließen sich diesen Spaß im Rathaus Liebelsberg nicht entgehen.

“Ich bin jedes Jahr mit dabei”, sagte die bereits zwölfjährige und somit älteste ­Teilnehmerin Kim Weber aus Liebelsberg. “Es macht immer wieder Spaß, hier in den ­Sommerferien zu kegeln.” Anders als Kim nahm der erst sechsjährige Max Nothacker aus Neubulach das Programm zum ersten Mal wahr. “Es macht Spaß, auch wenn es schwierig ist”, erzählte er. ­Dabei war Max sicherlich nicht der einzige, der zum ersten Mal eine Kegelbahn ­alleine betrat, und trotzdem bereitete es ihm und den anderen jungen Teilnehmern zwischen sechs und zwölf Jahren große Freude, teilnehmen zu können.

In zwei Gruppen mit jeweils 20 Teilnehmern, die wieder­um in zwei Zehnergruppen unterteilt wurden, konnten die Kinder abwechselnd ihr Können unter Beweis stellen. So kam es öfter vor, dass mehrmals sechs oder gar sieben Kegel umfielen und so bei den Werfern für Freude sorgten. Betreuerin Danica Krautschneider war erfreut über die große Resonanz und versorgte den Kegelnachwuchs mit ausreichend Getränken.

Alle Teilnehmer, egal ob Neueinsteiger oder erfahrener Kegler, waren begeistert vom Programm und würden gern auch nächstes Jahr wieder auf Kegeljagd gehen und ihre Sommerferien unter anderem mit dem Schieben der Kugeln verbringen.

Von Michael Bauer

Aug 27

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Spürnasen lernen Küchenhelfer kennen: Die Kinder zerrieben die Kräuter und erkundeten die verschiedenen Gerüche. Foto: Stocker

Bad Teinach-Zavelstein - Nasen und Gaumen von Mädchen und Jungen waren jüngst in Zavelstein gefordert. Im Rahmen eines spannenden Ferienangebots erfuhren sie, warum “pupsende” Hefe und Flaschentomaten Wärme brauchen.Denn Küchenchef Franz Berlin und seine Mitarbeiterin Caroline Häusermann kitzelten mittels Backofen und Naturbiotop die Kindernasen. “Man muss den Teig nach dem Kneten ruhen lassen, damit die Hefe ›rumferkeln‹ kann”, erklärte Berlin mit einem Schmunzeln und hatte so schnell die Aufmerksamkeit der Kinder gefunden.

Mit plastischen Darstellungen erläuterte er den Gästen, was Hefe ist und im Teig bewirkt. Dass sie vor allem bei Wärme Brot gedeihen lässt, erlebten die Kinder beim anschließenden Brotbacken. Auf der Zunge zerging den 20 Mädchen und Jungen zur Mittagszeit schließlich die selbst gemachte Pizza. Für deren Zubereitung hatten sie im Vorfeld die passenden Kräuter selbst gesammelt.

Und zwar in Berlins eigenem Kräuter- und Gemüsegarten inmitten eines Naturbiotops unterhalb der Burgruine. “Spitzwegerich, Brennnessel, Sauerampfer”, riefen die überraschend gut orientierten Kinder unterwegs. Denn bereits am Wegesrand erkannten sie einige Kräuter. “Es gibt mehr als 2000 Wildkräuter auf unserem Planeten”, stellte Berlin fest, während er die jungen Spürnasen einige schnuppern ließ, wie beispielsweise Oregano, eine Art des wilden Majoran, den der Nachwuchs sogleich für seine Pizza verwendete. Immer wieder rieben die Kinder diverse Blätter zwischen den Fingern, um den Geruch der Kräuter zu entfalten. “Lavendel schützt Rosen vor Läusen”, erklärte Gudrun Berlin, warum dieser gerne neben der Königin der Blumen gepflanzt wird. Nicht jedes Aroma fand Gefallen.

“Lecker”, war hingegen das einhellige Echo beim Probieren der erntefrischen Tomaten. “Die schmecken nur gekocht”, berichtete Berlin indes über die Flaschentomaten. Die ursprünglich im italienischen Vesuv-Gebiet angebauten Tomaten werden für Suppen, Pizzabelag und auch Ketchup verwendet. Nicht nur deshalb machten sich die Kinder schließlich ans Werk undbereiteten ihr Mittagessen zu.

Von Steffi Stocker

Aug 27

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Die Ferienprogramm-Veranstaltungen der Reitgemeinschaft Waldhof Wildberg erfreuen sich großer Beliebtheit. Foto: Geideck

Wildberg - Einen Nachmittag auf dem Reiterhof erlebten 15 Kinder im Rahmen des Sommerferienprogramms. Die Veranstaltung erfreute sich wieder großen Interesses.”Wir zeigen den Kindern hier, wie man mit einem Pferd umgeht”, fasste die Jugendleiterin Sabine Heinzmann von der Reitgemeinschaft Waldhof Wildberg den Nachmittag zusammen. Die 15 Kinder – darunter auch zwei Jungs – durften hinter die Kulissen des Reiterhofs schauen, die Ställe unter die Lupe nehmen und natürlich selbst reiten.

Die Mehrzahl der 15 Kinder kam zum ersten Mal so nah mit einem Pferd in Kontakt. Dabei versuchte die Reitgemeinschaft von Anfang an zu vermitteln, dass ein Pferd immer auch mit Arbeit verbunden ist. Viele Kinder hätten falsche Vorstellungen vom Reiten. Sabine Heinzmann kennt genügend Beispiele: “Der Klassiker: Man setzt sich auf das Pferd und denkt, dass alles funktioniert.” Dahinter stecke aber eine Menge Arbeit, nicht nur was die Pflege betrifft. Vor allem komme es darauf an, sich auf dem Pferd richtig zu bewegen. “Die meisten Kinder werden am nächsten Tag wohl einen ordentlichen Muskelkater haben”, vermutete die Jugendleiterin.

Schon seit einigen Jahren nimmt die Reitgemeinschaft am Sommerferienprogramm teil und kann sich stets über hohe Teilnehmerzahlen freuen. Bislang war die Veranstaltung immer ausgebucht. Für den Verein ist das eine gute Gelegenheit, Nachwuchsarbeit zu betreiben. Zwar ist die Hälfte der rund 100 aktiven Mitglieder noch im jugendlichen Alter, bislang fehlt aber die typische Anfängergeneration im Alter zwischen zehn und 15 Jahren. Woran das liegt, kann Sabine Heinzmann nicht sagen: “Darüber klagen alle Vereine.”

Auch wenn es vor allem Mädchen sind, die dem Reitsport nachgehen, so sind auch Jungs gefragt. Drei männliche Jugendliche betreiben momentan bei der Reitgemeinschaft Turniersport.

Von Tim Geideck