Alles rund ums Pferd erfuhren elf Mädchen und Jungen, die beim Kinderferienprogramm einen Vormittag auf dem Thuri-Hof verbrachten. Höhepunkt war für alle, glücklich auf dem Rücken der Pferde zu sitzen und sich durch die Reithalle führen zu lassen. Foto: Kaletta
Tuningen - “Herzlich willkommen auf dem Thuri-Reiterhof.” So wurden am Sonntag acht Mädchen und drei Jungen im Alter von sieben bis zwölf Jahren von Kathrin Schäuble begrüßt.
Die Kinder waren schon früh aufgestanden, um an dem Ferienprogramm teilzunehmen, das ihnen der Reiterhof angeboten hatte. Dort waren sie bei Kathrin Schäuble, Heilpädagogin Reiten, in besten Händen. Die passionierte Reiterin widmet sich auf dem Hof hauptsächlich der Kinder- und Jugendarbeit. Unterstützt wurde sie beim Ferienprogramm von ihren jungen Reitschülerinnen. “Ich bin sehr froh, dass sie mithelfen, alleine würde ich das nicht schaffen”, meinte sie angesichts der Kinderschar, die einen Vormittag lang alles rund um das Pferd erfahren und erleben wollten.
Zunächst wurden die Namensschilder zum Kennenlernen verteilt, dann erfuhren die Kinder alles Wissenswertes über die Pferde. Bei einem Hofrundgang konnten sie sehen, was es auf dem Thuri-Hof gibt. Er bietet Platz für etwa 20 Schul- und Pensionspferde, für die es einen offenen Stall gibt. Dadurch haben die Tiere die Möglichkeit, ganz nach Belieben ihre Box zu verlassen und mit den anderen Pferden Kontakt zu haben. Auch gibt es rings um die Stallungen große Koppeln und somit ist eine artgerechte Tierhaltung gewährt.
Beim Gang durch die Ställe konnten die Kinder die Pferde ein wenig kennen lernen und sich aussuchen, auf welchem Pferderücken sie sitzen wollten. Danach ging es ans Putzen und Hufeauskratzen, dann wurde gesattelt und gezäumt. Dass der Berg mit den Pferdeäpfeln nicht im Stallgang liegen bleiben darf, sonder auf den Misthaufen landen muss, sahen die Ferienkinder auch gleich ein und scheuten sich nicht, Schaufel und Besen in die Hand zu nehmen. Bevor sie sich in der Reithalle mit Hilfe der Größeren, oder wenn es auch sein musste, noch zusätzlich mit Hilfe eines Schemels, auf den Rücken ihres Pferdes schwangen, mussten die Reiterhelme aufgesetzt werden.
“Das ist bei uns Pflicht”, so Kathrin Schäuble. Die Kinder würden das auch sehr gerne machen, fügte sie hinzu. Nicht nur wegen der Sicherheit, sondern weil es auch einfach toll aussieht. Die Runden wurden im Schritt und im Trab gedreht, wobei die Pferde von den Größeren geführt wurden und wer wollte, konnte es an der Longe auch ein bisschen schneller angehen lassen.
Dabei wurde gelernt, welche Haltung man auf dem Rücken der Pferde einnehmen muss, damit alles gut klappt. Nach diesen Erlebnissen mit den Tieren, die von den Ferienkindern mit vielen Streicheleinheiten verwöhnt wurden, schmeckte das stärkende Vesper besonders gut und dann ging es wieder nach Hause.







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