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Aug 06

Rosapolis.Taufrisch und voller Tatendrang kam das Bürgermeisterteam Tina Dreher und Peter Lohrmann gestern zum Gespräch ins Pressebüro.
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Zuerst interessiert uns, wer von Ihnen bei Entscheidungen das letzte Wort hat.
Peter Lohrmann: Wir sind beide gleichgestellt.
Tina Dreher: Genau.
In Ihren Wahlkampfreden haben Sie versprochen, die Steuern zu senken und die Löhne zu erhöhen. Was wollen Sie nun konkret im Gemeinderat umsetzen?
Wir finden, dass den Betreuern mehr Geld gezahlt werden muss, da 20 Mömpis im Verhältnis zur geleisteten Arbeit einfach zu wenig sind. Wir versuchen, den Gemeinderat zu überzeugen, dass der Betreuerlohn auf 25 bis 30 Mömpis angehoben wird.
Und was ist mit dem Stundenlohn der restlichen Bürger?
Um Rosapolis nicht in den Bankrott zu führen, wird der Stundenlohn nicht direkt erhöht. Doch durch die Steuersenkung von zwei auf einen Mömpi steht den Bürgern mehr Geld zur Verfügung.
Das bedeutet jedoch einen Verlust von 50 Prozent der Steuereinnahmen.
Da die Steuern bisher nicht für wichtige Zwecke gebraucht werden, können wir das nicht nur verantworten, sondern halten es sogar für unsere Pflicht, den Geldbeutel der Bürger zu schonen.
Von welchem Geld wollen Sie den Fußballern die versprochenen Extraprämien bezahlen?
Peter Lohrmann: Als ich mich heute Morgen um die Stadtfinanzen gekümmert habe, waren 1600 Mömpis auf dem Konto.
In welcher Höhe liegen die Extraprämien der rosapolitanischen Fußballstars?
Beim Gesamtsieg, der erwartet wird, bekommt jeder Spieler 150 Mömpis. Falls unsere Mannschaft jedoch nur zwei Siege verbucht, bekommt jeder noch 80 Mömpis. Bei einem Sieg zahlen wir 40.
Was geschieht bei einer kompletten Niederlage?
Das ist sehr unwahrscheinlich, da wir seit 2004 jedes Spiel gewonnen haben. Sollten wir dennoch kein Spiel gewinnen, gibt es für jeden Fußballspieler eine Trostprämie in Höhe von 20 Mömpis. (An diesem Punkt des Interviews mischt sich der rosapolitanische Stadtchef Helge Martelock ein: »Ich wäre ja dafür, die Fußballer zu teeren und zu federn und dann aus der Stadt zu verbannen«.)
Wie rechtfertigen Sie diese Prämien?
Die Fußballer repräsentieren die Stadt, und eine gute Leistung beim Turnier sorgt für einen guten Ruf.

Die Fragen stellten Lukas Blocher und Johannes Henrichsmeyer

Krankenhaus droht mit Streik - Zoff zwischen Rosapolis-Stadtchef und Ärzten eskaliert
rosapolis14.jpgRosapolis.Hat Rosapolis einen Stadtchef mit Starallüren oder ein kriminelles Krankenhausteam? Der Streit zwischen Helge Martelock und den Ärzten ist eskaliert.
Nachdem sich der Stadtchef eine Schürfwunde zugezogen hatte, wollte er sich trotz seiner schlechten Erfahrungen (wir berichteten) gestern in der Klinik behandeln lassen.
Die Ärzte beteuern, Helges Wünsche sofort erfüllt zu haben: »Er wollte einen riesigen Verband um seine Wunde und in den Rollstuhl gesetzt werden.« Dann habe man ihn in die Sonne gefahren. Als er seine Theorien über kriminelle Machenschaften um sich geschrien habe, habe man einen Hitzschlag diagnostiziert, ihn in den Schatten geschoben und geknebel.
Nachdem er sich befreien konnte, erzählte Martelock seine Version: »Als ich mit meiner Verletzung das Krankenhaus betrat, lasen die Ärzte Zeitung und interessierten sich überhaupt nicht für meine Verletzung. Erst als ich fast zusammengebrochen bin, fesselten sie mich an einen Rollstuhl. Sie gaben mir Medikamente, damit sie mich auf dem Marktplatz als Kuriosität lächerlich machen konnten. Sie zeigten kein Mitleid.«
Die Mediziner beharren auf ihrer Version. Martelock wolle sich nur in den Mittelpunkt drängen. Er werde so lange nicht mehr behandelt, bis er sich öffentlich entschuldigt. Sollte sich an seinem Verhalten nichts ändern, trete die Klinik in einen Streik. Von dem alle Rosapolitaner betroffen wären: Einige sind durch den Gesundheitscheck gefallen. Es besteht Seuchenrisiko.

Von Lukas Blocher und Johannes Henrichsmeyer

Zirkus bereitet Auftritt vor
rosapolis13.jpgRosapolis(lb/jh). Ein großer Wunsch von Rosapolis hat sich erfüllt: Es gibt wieder einen Kinderzirkus. Stadtchef Helge freut sich, dass sich die 18-jährige Wiebke aus Bisingen für diesen Job bereit erklärt hat. Morgen hat der Zirkus einen großen Auftritt.

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Eine Antwort zu “Steuern runter, Ball ins Tor - Die Ziele der Bürgermeister von Rosapolis”

  1. rosa polis sagt:

    Toll die Kinderstadt in Rosenfeld, und dass sich der Schwabo engagiert! Dieses Jahr ist jedoch etwas anders. Normal stehen die Kinder im Mittelpunkt und nicht die Betreuer.
    Und dieses Jahr? Dieses Jahr stehen im Schwabo bei den Artikeln ausschliesslich die Namen der Betreuer der Spielstätte “Redaktion”. Das sieht nicht nach “Anleiten der Kinder aus dem Hintergrund” und “die Kinder stehn im Mittelpunkt” aus, sondern nach schlichter Profilierungssucht der Betreuer der Redaktion. Schade.

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