Volles Programm gegen Langeweile Mädchen und Jungen kämpfen um den Pokal
Aug 20

Nagold. Ihre selbst gebastelten Boote ließen sie mit strahlenden Gesichtern dahintreiben. Am Basteln in der Natur hatten die Teilnehmer des Ferienprogramms des Waldkindergartens riesigen Spaß. Organisiert wurde das Ganze vom Tageselternverein Calw.

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Das Programm beinhaltete jeden Tag Wanderungen, die an der Nagolder Häfelehütte starteten. Im Gänsemarsch folgten die elf Teilnehmer im Kindergartenalter der Praktikantin Franziska Biegel durch den Wald bis zum idyllischen Wiesengelände des Waldkindergartens. Nebenbei erkundeten die Kinder Bäume, Sträucher und Früchte des Waldes, bis sie schließlich an ihrem selbst gebauten »Waldsofa« eine Vesperpause einlegten. Das Programm ist ansonsten flexibel.
An diesem Tag konnten die Kinder kaum noch still sitzen bleiben: Unbedingt wollten die unternehmungslustigen Wanderer ihre am morgen selbst gebastelten Boote aus Tapete im nahegelegenen Bach schwimmen lassen.

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Trotz dieser Vorfreude lauschten sie aufmerksam der Geschichte vom Eichenblatt, die Franziska Biegel vor dem Abmarsch noch einmal zum Besten gab. Dann ging es im Gänsemarsch weiter in Richtung Bachlauf. Auf dem Weg bestaunten die kleinen Naturexperten alle Nüsse und Zweige, die sie auf dem Boden finden konnten und wollten natürlich auch sofort wissen, wie welche Pflanze heißt. Lange hielt die Begeisterung aber nicht, denn die Kinder warteten auf ihren persönlichen Höhepunkt des Tages – die Boote. Endlich am Bach angekommen, wollten sie ihr Gebasteltes schon gar nicht mehr in der Hand behalten, sondern am liebsten gleich ins Wasser hineinwerfen. Zwischen den Schreien und Freudenrufen der Kinder war aber auch vereinzelte traurige Stimmen zu vernehmen, da nicht alle Boote seetauglich waren. Nichts desto trotz war in allen Kindergesichtern große Begeisterung zu sehen. Nach diesem Abenteuer mussten sie sich aber auch schon wieder auf den Rückweg machen.
An der insgesamt drei Wochen dauernden Freizeit nahmen 20 Kinder teil, die auch gerne mal zwei Wochen am Stück blieben, so gut gefiel es ihnen. Es war auch genügend Abwechslung geboten.
Neben dem Bootebasteln gab es noch viele andere Aktivitäten rund um die Natur: So musizierten die Kinder mit Stöcken, Steinen und Blättern oder befühlten Bäume mit verbundenen Augen, die sie nachher wiedererkennen mussten. Auch Körperschmuck durfte nicht fehlen. Deshalb beschmierten die Kinder ihre Arme mit Vaseline und legten anschließend Blätter in verschiedenen Mustern darauf – fast wie echte Tattoos.
Sinn des nun schon zum dritten Mal stattfindenden Programms war es einerseits, berufstätige Eltern zu entlasten, wenn alle städtischen Kindergärten geschlossen haben. Andererseits sollten die Kinder aber auch spaßige Ferien haben. Das lag Brigitte Kessler besonders am Herzen: »Den Kinder soll spielerisch die Natur nähergebracht werden.« Das war ihr auch bestens gelungen: Manche Kinder hatten vor lauter Spaß total vergessen, wie lange sie eigentlich schon durch den Wald streiften. So meinte die vierjährige Natalie übermütig: »Es gefällt mir einfach alles echt super gut, aber wie lang ich schon hier bin, weiß ich gar nicht mehr.«

Von Jacqueline Geisel

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Eine Antwort zu “Die kleinen Wunder der Natur erleben”

  1. Franziska Biegel sagt:

    Sehr geerte Damen und Herren,

    Nur damit nichts falsches in diesem Bericht steht. =)
    Ich war zu diesem Zeitpunkt schon Studentin und habe einen Nebenjob beim Waldkindergarten gemacht, also kein Praktikum.

    Mit freundlichen Grüßen

    Franziska Biegel

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